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Weißer Engel für Klaus Hohlweg

Am 25. April zeichnete Melanie Huml, Bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, Klaus Hohlweg, Beisitzer im Vorstand, Sozialreferent und langjähriger Leiter der SHG Bayreuth, im Rahmen der Festveranstaltung im Landratssaal der Regierung von Oberfranken in Bayreuth mit dem Weißen Engel aus.

Mit ihm freuten sich und gratulierten seine Ehefrau Marion, Doris Ziegler, SHG Bayreuth, Elisabeth Preisinger-Franz, SHG Haßberge, und Bernd Franz, Vorstandsvorsitzender.

Klaus Hohlweg war unter den zehn Ausgezeichneten in Oberfranken der Einzige, der in der Selbsthilfe aktiv ist. Melanie Huml bezeichnete die "Weißen Engel" als „Streetworker Gottes“: „Ich bin sehr dankbar, dass es Menschen gibt, die für andere da sind und helfen, wenn sie gebraucht werden. Unsere Engel schenken Zeit, Kraft und Energie - und vor allem Herzblut. Sie stehen mit beiden Beinen im Leben und strahlen etwas Besonderes aus. Dafür gebührt Ihnen Respekt und Anerkennung. Menschen wie Sie sind ein Segen, wir brauchen Sie! Bleiben Sie unsere Engel auf Erden in Oberfranken – und geben Sie Ihre Begeisterung, Gutes zu tun, auch an andere Menschen weiter!" In ihren Dank schloss sie ausdrücklich auch die Angehörigen ein – ohne ihr Verständnis und teils auch deren aktive Mitarbeit sei ein solch zeitintensives Engagement nicht möglich.

Auch die Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz dankte den „Weißen Engeln“: Über Sie, unsere "Weißen Engel" freut sich nicht nur der Himmel, sondern alle, denen ehrenamtliches Engagement im Bereich Gesundheit und Pflege am Herzen liegt. Ohne Ihren Einsatz wäre unsere Gesellschaft um vieles ärmer. Sie geben Oberfranken ein schönes Gesicht. Engagieren Sie sich bitte weiter.“

Was ist der "Weiße Engel"?

Der „Weiße Engel“ ist eine Auszeichnung, die vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege seit dem Jahr 2011 verlieren wird. Diese Auszeichnung würdigt langjähriges ehrenamtliches Engagement im Gesundheits- und Pflegebereich. Sie besteht aus einer Urkunde und einer Ehrennadel. Jährlich können bayernweit maximal 70 Personen diese Auszeichnung erhalten.

Klaus Hohlweg - wie alles begann

Klaus Hohlweg erklärte schon mehrfach seine Beweggründe für sein Engagement: Als er vor über 30 Jahren die Diagnose Diabetes mellitus Typ 1 erhielt, wurde ihm bald gesagt, dass einiges, was selbstverständlich zu seinem Leben gehörte, nun nicht mehr möglich wäre. So sollte er z.B. seinem Onkel nicht mehr bei Waldarbeiten helfen. Das wollte Klaus Hohlweg nicht einfach akzeptieren - er suchte und erfuhr von einer Klinik, die schon damals Diabetiker schulte. Dort lernte er vieles und vor allem, wie er den Diabetes in sein Leben integrieren konnte - der Diabetes ist zwar wichtiger Teil seines Lebens, aber er diktiert es nicht.

Schulungen waren damals ganz und gar nicht selbstverständlich. Er wollte sein Wissen an andere weiter geben und auch ihnen zeigen, was mit der lebenslangen chronischen Erkrankung alles möglich ist. So stieß er zur Selbsthilfe und gründete schließlich mit Hilfe des damaligen Gruppenleiters der SHG Bayreuth die Selbsthilfegruppe in Kulmbach. Lesen Sie in der folgenden Laudatio, wie es weiter ging.

Laudatio

Klaus Hohlweg engagiert sich seit 1984 ehrenamtlich für Menschen mit Diabetes. Dabei ist er in Gruppen und Gremien des Diabetikerbund Bayern tätig. In beispielhafter Weise kümmert er sich um die Belange von Diabetikern – auf örtlicher und überregionaler Ebene.

Bereits 1984 hat er in Kulmbach eine Selbsthilfegruppe des Diabetikerbund Bayern gegründet und zwei Jahre geleitet. Nach einem berufsbedingten Ortswechsel übernahm er 1990 die Leitung der Selbsthilfegruppe Bayreuth aus den Händen seiner Vorgängerin, der er bis heute äußerst engagiert vorsteht. Mit großem Idealismus verfolgt er das Ziel, dass sich Betroffene gegenseitig in der Krankheitsbewältigung helfen und Einschränkungen und psychosozialen Problemen stellen.

Im Jahr 2000 ist Herr Hohlweg bei der Gründung des damaligen Regionalverbandes Oberfranken Ost zum stellvertretenden Regionalvorsitzenden gewählt worden. 2008 hat er die Leitung des Regionalverbandes übernommen. In dieser Funktion ist er erster Ansprechpartner in der Region für alle an Diabetes erkrankten Menschen. Außerdem ist er Bindeglied zwischen dem Landesvorstand und den Selbsthilfegruppen. Zweimal im Jahr veranstaltet er Leitertreffen aller Gruppen in der Region und Tagesfahrten für alle Selbsthilfegruppenmitglieder. Er war Mitorganisator zahlreicher Diabetikertage, die gemeinsam mit Kliniken und Fachärzten ausgerichtet wurden.

Seit 2009 bekleidet Herr Hohlweg das Amt des Sozialreferenten für Schwerbehinderung im Diabetikerbund Bayern. In dieser Funktion ist er kompetenter Ansprechpartner für alle Mitglieder im Verband, die Unterstützung zum Thema Schwerbehinderung suchen. Außerdem steht er Selbsthilfegruppen als Referent zur Verfügung. Seit 2013 nimmt er darüber hinaus das Amt eines Beisitzers im Vorstand des Diabetikerbund Bayern wahr.

veröffentlicht am 19. Mai 2016

Staatsministerin Melanie Huml überreicht Klaus Hohlweg die Urkunde - Foto: © StMGP

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