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Mach mit und lass Bilder sprechen!

Bilderwettbewerb für Kinder und Jugendliche mit Diabetes im Alter von 6 bis 18 Jahren. Schirmherrin Barbara Stamm, Präsidentin des Bayerischen Landtags, erklärte im Interview, wie wichtig ihr die Unterstützung dieses Wettbewerbs und der erkrankten Kinder ist. (Auf Youtube finden Sie ein kleines Video, produziert von Eduard Gossner, CJD Berchtesgaden.)


Frau Stamm, Sie haben die Schirmherrschaft über den Bilderwettbewerb „Bilder erzählen meine Krankheit“ übernommen – wie kamen Sie zur Schirmherrschaft?
Barbara Stamm: Der Diabetikerbund Bayern ist an mich herangetreten mit der Bitte, die Schirmherrschaft für diese Aktion, die Kinder und Gesundheitsfürsorge betrifft, zu übernehmen. Wer mich kennt, weiß, dass ich Schirmherrschaften grundsätzlich nur übernehme, wenn sie Sinn haben und ich auch selbst dabei sein kann. Selbsthilfe und der Diabetikerbund Bayern vereint Menschen, die sich aus eigener Betroffenheit heraus um die gesundheitliche Vorsorge von Diabetikern und unseren Kindern mit Diabetes kümmern, das ist eine wunderbare Aufgabe. Es ist mir eine Ehre, diese Schirmherrschaft zu übernehmen – damit möchte ich diese Selbsthilfe-Arbeit besonders wertschätzen.


Warum ist es wichtig, dass sich junge Diabetiker kreativ mit ihrem Diabetes beschäftigen?
Barbara Stamm: Je intensiver sie sich damit auseinandersetzen, umso mehr tun sie auch, um die Krankheit erträglich zu machen. Es ist wichtig zu wissen, was bedeutet meine Krankheit, worauf muss ich achten, wie muss ich mich verhalten. Die Auseinandersetzung mit der Krankheit muss man immer intensiv gestalten. Das ist für Menschen aber oft leider sehr, sehr schwierig.


Ist so ein Wettbewerb für die gesundheitliche Aufklärungs- und Informationsarbeit nützlich?
Barbara Stamm: Das ist ein sehr, sehr guter Ansatz. Kinder malen in der Regel sehr gerne. Was die Kinder zu Papier bringen, macht deutlich, was sie in ihrer Seele empfinden. Insofern ist ein Malwettbewerb gut, weil man damit in das Innere eines Kinders schauen kann.


Auseinandersetzung mit der Krankheit – was bedeutet das für Sie?
Barbara Stamm: Man muss die Auseinandersetzung mit einer Krankheit immer intensiv gestalten, ob man will oder nicht. Das ist für uns Menschen sehr schwierig. Wir wollen alle gesund sein, sind für die eigene Gesundheit und die unserer Familie aber zu wenig dankbar. Plötzlich bricht eine Krankheit herein und verändert alles.


Werden Sie die Bilder anschauen?
Barbara Stamm: Selbstverständlich schaue ich mir die Bilder an.
Hinweis: Auf dem Festabend am 19. September 2015 wird Barbara Stamm die Siegerbilder prämieren!

 

Wir danken Barbara Stamm für dieses sehr informative Gespräch, das noch viele weitere Themen umfasste. Die Fragen stellten Eduard Gossner, CJD Berchtesgaden, und "Das Diabetes-TV".

 

Die besten Bilder werden am 20. September auf dem Deutschen Diabetiker Tag in der Meistersingerhalle Nürnberg ausgestellt.

veröffentlicht am 12. Mai 2015

Barbara Stamm mit Bernd Franz, Vorstandsvorsitzender Diabetikerbund Bayern - © Eduard Gossner, CJD Berchtesgaden

v.li.n.re.: Ferdinand Franz (Diabetikerbund Bayern), Eduard Gossner (CJD Berchtesgaden), Barbara Stamm (Schirmherrin und Präsidentin des Bayerischen Landtags), Bernd Franz (Vorstandsvorsitzender Diabetikerbund Bayern), Marion Köstlmeier (Stellv. Vorstandsvorsitzende Diabetikerbund Bayern) - © Eduard Gossner, CJD Berchtesgaden