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Honorar-Einigung bei den Ärzten: DDB fordert Vergütungsanreize für Diabetologen

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband haben sich im August darauf geeinigt, dass Ärzte im kommenden Jahr 800 Millionen Euro mehr erhalten. Der Deutsche Diabetiker Bund (DDB) begrüßt diese Entscheidung grundsätzlich. 

 

Ein Schwerpunkt bei der Honorar-Einigung liegt auf der Förderung der allgemeinen fachärztlichen Leistungen. So entfallen 132 Millionen Euro auf die Erhöhung der Pauschalen für die fachärztliche Grundversorgung. Augenmerk wurde außerdem auf die Förderung im hausärztlichen Bereich gelegt.

 

Diabetologische Versorgung sichern

 

„Angesichts des hohen Anteils der Hausärzte in der diabetologischen Versorgung muss das Geld jetzt so verteilt werden, dass auch die Qualität an die Diabetesbehandlung gesichert ist“, sagt der DDB-Bundesvorsitzende Dieter Möhler. Der Diabetiker Bund habe großes Interesse daran, dass das Gesundheitswesen wirtschaftlich arbeite, allerdings müsse der Zugang zu medizinischen Innovationen, aber auch die soziale Teilhabe von chronisch kranken Menschen wie Diabetikern gesichert sein, so Möhler. „Dazu gehört auch die diabetologische Versorgung.“

 

Doch der Diabetologie fehlt heute der Nachwuchs. Schon in wenigen Jahren wird es voraussichtlich keine ausreichende Versorgungsqualität im Diabetesbereich mehr geben. Der DDB fordert daher, Vergütungsmodelle für die besonderen Leistungen zu schaffen, die von den niedergelassenen Diabetologen erbracht werden. „Wer Diabetiker behandelt, hat mehr Aufwand und wenn er das qualitativ gut macht, muss er dafür eine entsprechende Vergütung erhalten“, betont der DDB-Bundesvorsitzende. „Das ist für uns ganz wichtig: Wir setzen uns dafür ein, dass neben der hausärztlichen Versorgung auch die Versorgung durch Diabetologen gewährleistet ist und insbesondere der Anreiz besteht, dass sich Ärzte als Diabetologen qualifizieren.“ 

veröffentlicht am 04. September 2014