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Diabetes und Schule 2016 - 9-jährige wochenlang ohne Beschulung

Auch zum Schuljahresanfang 2016 gab es in einigen Fällen wieder große Probleme für Familien mit an Diabetes erkrankten Kindern. Das gipfelte in einem Fall darin, dass die knapp 9-jährige Tochter seit Schuljahresbeginn bis zu den Herbstferien nur die ersten beiden Schultage zur Schule durfte - weder mit der Schule noch mit dem zuständigen Schulamt war eine schnelle Lösung möglich.

Der Diabetikerbund Bayern hat daraufhin die Presse ins Boot geholt. Der Bayerische Rundfunk und Die Süddeutsche griffen die Problematik „Kinder mit Diabetes in der Schule“ auf - und hat im Fall der jetzt 9-jährigen viel bewirkt: Sie geht seit einer Woche wieder in eine Schule und findet hoffentlich bald neue Freunde!

In diesem Ausmaß ist dies der Gipfel, aber wie diese Veröffentlichungen und Hilfeersuchen von Eltern in unseren Büros und Selbsthilfegruppen zeigen, keineswegs ein Einzelfall - sehen (BR 3 kontrovers), hören (in B5 aktuell - Funkstreifzug, leider nicht mehr verfügbar) und lesen Sie diese Veröffentlichungen (Süddeutsche Sarah's Schulodyssee bzw. Süddeutsche Das Diabetes-Dilemma), alle erschienen im Zeitraum 8.-13. November 2016!

(Aktuelle Ergänzung: Beitrag in BR-Sendung mehrwert vom 23. März 2017.)

Dass Schule mit Diabetes gelingen kann, zeigen uns zahlreiche Beispiele - vielen Dank all diesen engagierten Lehrkräften und Schulleitungen.
Voraussetzung für den Erfolg ist die enge Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften und den Familien.

Dies muss zur Selbstverständlichkeit werden - dafür setzen wir uns auch weiterhin ein: Sowohl auf übergeordneten Ebenen wie auch für jede einzelne Familie.

Denken Sie immer daran: Typ 1-Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung - jeder kann selbst oder als Angehöriger morgen betroffen sein: Wollen Sie, dass Sie oder Ihr Kind/Enkelkind deshalb morgen ausgegrenzt wird? Sicher nicht!

veröffentlicht am 14. November 2016