Viel Spaß beim Jonglieren – und der Diabetes wirbelt mit!
Das war das Motto beim Treffen der Selbsthilfegruppe für Familien mit Diabetes-Kindern im Raum Regensburg. Während die Kinder und Jugendlichen unter professioneller Anleitung von Diplom-Artistin Andrea Hardy in die Tricks und Kniffe beim effektvollen Jonglieren mit Tüchern, Bällen, Tellern, Pois, etc. eingewiesen wurden, tauschten die Eltern ihre Erfahrungen im alltäglichen Diabetes-Management bei einem gemütlichen Frühstück aus. Die praktische Anwendung kam dabei nicht zu kurz: Wie viele BE hat wohl dieses leckere Croissant mit heißer Schokolade? Was muss ich für den bunten Obstsalat mit Joghurt-Topping berechnen?
Dieser für alle Teilnehmer außergewöhnliche Samstagvormittag war nur einer der zahlreichen Veranstaltungen, die die Selbsthilfegruppe im vergangenen Jahr durchführte. Neben interessanten Vorträgen an den regelmäßigen Gruppenabenden wurden Ausflüge und Unternehmungen wie die Wanderung durch die „Hölle“, ein Schwimmbadbesuch, ein Besuch im Kuhstallcafé, etc. gerne angenommen, um Neues rund um den Diabetes zu erfahren und eigene Erfahrungen mit anderen betroffenen Familien zu teilen.
Mit dem Ziel angetreten, ein dichtes Netzwerk unter den betroffenen Familien zu knüpfen, ist nach einem Jahr unter der neuen Leitung von Marianne Magg ein guter Zeitpunkt gekommen, um eine erste Bilanz zu ziehen.
Zahlreiche Rückmeldungen aus telefonischen und persönlichen Kontakten mit betroffenen Familien und den engagierten Teams der Diabetes-Ambulanzen in Regensburg lassen darauf schließen, dass durchaus ein großer Bedarf am Austausch unter Gleichgesinnten besteht und die verfügbaren Informationen wie Flyer, Kontaktadressen, etc. gerne aufgenommen werden. Leider spiegelt sich dieses Interesse nicht immer in den Teilnehmerzahlen an den Gruppenterminen wider. Diejenigen Betroffenen, die den ersten - oft schweren - Schritt wagen und ein Gruppentreffen besuchen, sind regelmäßig ganz positiv überrascht, wie aufgeschlossen, freundlich und offen die Gruppenatmosphäre wirkt und mit welcher Selbstverständlichkeit sich die Teilnehmer über ihre Erlebnisse mit dem Diabetes austauschen und sich gegenseitig mit ihren individuellen Erfahrungen unterstützen.
Insofern wird das Ziel für 2012 sein, das bestehende, teilweise noch recht lockere Netzwerk fester zu knüpfen und weitere interessierte betroffene Familien einzubinden. Das Programm der Selbsthilfegruppe für 2012 sieht mehrere Vortragsabende zu relevanten Themenbereichen rund um den Diabetes vor. Daneben soll mit den geplanten Freizeitaktivitäten auch wieder regelmäßig Gelegenheit zum Kennenlernen und Wiedersehen von Gleichgesinnten gegeben werden.
An dieser Stelle darf ein herzliches Dankeschön an das gesamte Team des Diabetikerbund Bayern nicht fehlen. Die fleißigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite und unterstützen die Gruppenleitung in allen Belangen.
Gemeinsam geht’s leichter – also lasst uns das Netzwerk in 2012 zum Wohle aller Betroffenen verstärken!
In diesem Sinne herzliche Grüße
Marianne Magg
Netzwerk für Familien mit Diabetes-Kindern Obertraubling

