Berichte aus dem kontakt

Rückblick auf den Weltdiabetestag 2016

Gemeinsam mit Prof. Dr. Janisch und in Zusammenarbeit mit der Schwerbehindertenvertretung der Fa. Siemens und der Siemens-Betriebskrankenkasse hatte der Diabetikerbund für den 12. November einen Weltdiabetestag im Siemens-Verwaltungsgebäude in Erlangen organisiert.

Und diese Einladung haben etwa 280 Interessierte aus nah und fern angenommen. Sie profitierten von einem breit gefächerten Vortragsprogramm, vielen Beratungsangeboten und der Industrieausstellung.

Prof. Janisch führte souverän durch das Programm. Erster Block waren die Vorträge von Dr. Arthur Grünerbel und PD Dr. Thomas Christian Schmandra - beide sprachen zum Thema Diabetisches Fußsyndrom. Dr. Grünerbel stellte das Fußnetz Bayern vor - hier arbeiten alle Disziplinen, die in der Behandlung des Diabetischen Fußsyndroms beteiligt sind, eng zusammen. Wichtig: Wenn ein Diabetisches Fußsyndrom vorliegt, MUSS der Hausarzt an den Diabetologen überweisen - das ist im DMP festgelegt. PD Dr. Schmandra ging insbesondere auf die Bedeutung der Durchblutung im Zusammenhang mit dem Diabetischen Fußsyndrom ein - nur wenn genug Blut im Fuß ankommt, kann eine Wunde heilen! Deshalb ist es immens wichtig, die Durchblutungssituation zu überprüfen und gegebenfalls zu therapieren. Durch interdisziplinäre Zusammenarbeit sind Amputationen meist vermeidbar!

Nach kurzer Pause und einer kleinen Bewegungseinheit ging Dr. Christopher Scheff, Dipl-Psychologe DDG, auf die Zusammenhänge bzw. den Teufelskreis von Diabetes und Depression ein. Diabetiker empfinden oft viel Druck durch die Erkrankung, viele haben Ängste z.B. vor Hypoglykämien oder Folgeerkrankungen. Er gab eine Menge Tipps zur Bewältigung und ging anschließend auf Therapiemöglichkeiten ein. Auch gab er Tipps, wie man geeignete Therapeuten finden kann.

Nach der Mittagspause gab Prof. Janisch einen Überblick zu Neuem in der Diabetologie. Hier ging es u.a. um neue Medikamente, aber auch um den Jojo-Effekt beim Körpergewicht, um die Hyperbare Sauerstoff-Therapie beim Diabetischen Fußsyndrom und neue Erkenntnisse zur Entstehung von Folgeerkrankungen. Und natürlich berichtete er über CGM/FGM und den aktuellen Stand in der Entwicklung des Closed Loop bzw. "Künstlichen Pankreas".

Diabetes und Arbeitswelt war das Thema von Dr. Thomas Kinzelmann, Ltd. Betriebsarzt der Siemens AG in Erlangen. Sein wichtiger Appell: Verschweigen Sie ihren Diabetes nicht - dies kann ein Kündigungsgrund sein! Es gäbe immer Möglichkeiten, einen geeigneten Arbeitsplatz im Betrieb zu finden, der weder andere noch den Betroffenen selbst gesundheitlichen Risiken aussetzt.

"Satt werden und abnehmen für Typ 2-Diabetiker" - dafür waren viele bis zum Schluss geblieben und es hat sich natürlich gelohnt: Prof. Dr. Erdmann zeigte anhand vieler konkreter Beispiele, wie hoch oder auch niedrig die Energiedichte ganz normaler Mahlzeiten ist. Da waren doch einige Überraschungen dabei! Wer abnehmen will, sollte zunächst ein Ernährungsprotokoll führen, damit die Gewohnheiten sichtbar werden. An vielen Stellen kann man dann durch kleine Veränderungen die Energiedichte verringern und trotzdem satt werden. Das ist der Schlüssel zum erfolgreichen Abnehmen ohne Jojo-Effekt.

Nach jeder Pause schaffte es der Trainer vom Siemens Health Management, die Zuhörer zu kleinen Bewegungseinheiten zu motivieren. Es hat viel Spaß gemacht und gerade die Koordinationsübung stellte alle, auch den Trainer, vor große Herausforderungen - es wurden Tränen gelacht und so mancher hat dies sicher in die Familie getragen - ja, Bewegung kann Spaß machen!

Sie erinnern sich an unsere Eilmeldung zur Erwerbsunfähigkeitsversicherung im Herbst? Herr Obenauer vom Versicherungsdienst war mit seiner Kollegin Frau Mukh eigens aus Bonn angereist, um die Interessenten vor Ort zu beraten - beide waren pausenlos in Aktion. Ähnlich frequentiert war unser Info-Stand, an dem sich viele Menschen zur Selbsthilfe und unseren Angeboten informierten - und einige füllten ganz spontan den Aufnahmeantrag aus.

veröffentlicht am 27. März 2017

Ein kleiner Blick ins Foyer...

... und in den sich füllenden Vortragssaal