Berichte aus dem kontakt

Prag war wirklich eine Reise wert

Am Morgen des Christi-Himmelfahrt-Feiertags traf sich unsere Reisegruppe zur ärztlich betreuten Mitgliederfahrt. Unser Ziel war die goldene Stadt Prag, die wir in den nächsten Tagen kennen lernen wollten - aber nicht nur sie, sondern auch unseren Diabetes in besonderen Lebenslagen.


Die Fahrt startete von Haßfurt aus, der zweite Zustieg war Nürnberg. Neben nichtdiabetischen Angehörigen war insbesondere unser "medizinisches Personal" in Gestalt des Preisträgers der von uns verliehenen Leo-Malcherczyk-Medaille in Gold im Jahr 2016, Dr. Rudolf Herrmann (Diabetologe, DDG, früher Klinik des Rentenversicherungsträgers, Bad Kissingen) sowie dessen Gattin Helga (Diabetesberaterin, DDG) mit dabei.


Wertvoller Erfahrungsaustausch


Bereits beim ersten Stopp in der weltberühmten Brauerei "Pilsener Urquell" wies vor der Verkostung unser medizinischer Experte auf die Zusammenhänge zwischen Alkohol und Diabetes in humoriger Weise hin. Der Einstieg in die Gruppe war höchst gelungen: kein Beteiligter empfand die Erläuterungen des Ehepaares als belehrend, sondern einfach passend für uns Betroffene oder Angehörige.


Am Abend der Ankunft wurde die erste Kennenlern-Runde eingeleitet, in der sich bereits einige Stoffwechselbetroffene zu Problemen offen äußerten und das Gespräch mit dem Ehepaar Herrmann suchten; ein erster "Diabetesaustausch" war angestoßen und führte zu einer offenen Diskussionsrunde, die dann in etlichen kleineren und intensiveren Gesprächen der Beteiligten und unter Einbeziehung der Herrmanns im Laufe der nächsten Tage zu regen Fachgesprächen zum Nutzen Aller aufgegriffen wurden.


Unser Reiseprogramm


Wir haben in den folgenden Tagen viel gesehen: Am Freitag lernten wir Prag näher kennen: Die Karlsbrücke, den Altstädter Brückenturm, den fast 1.000 m langen Wenzelsplatz, den Burgberg, den Hradschin mit dem Veitsdom, das "Goldene Gässchen" und vieles mehr. Am Samstag besuchten wir Melnik und durften einen Folkloreabend miterleben. Wo auch immer: Das Ehepaar Herrmann ließ sich gerne in Gespräche einbinden und stellte sich für den Gedankenaustausch mit etlichen Diabetikern zur Verfügung.


Am Sonntagmorgen hieß es Abschied nehmen von Prag. Doch unser Weg führte uns nicht direkt in die Heimat - wir machten Station im beeindruckenden Karlsbad.


Viel zu schnell waren vier reizende Tage zu Ende; zum Glück waren diabetische Extremsituationen nicht zu berichten. Wir genossen das Programm und die Sicherheit, bei den Herrmanns jede Routine- und Ausnahmesituation an- und besprechen zu können und von deren Kenntnis und Empathie getragen und umfangen zu sein. (Klaus Walter)

veröffentlicht am 28. September 2017

Unsere Reisegruppe

Dank des lila Wedels konnten wir unserer Stadtführerin im Touristengewusel folgen - niemand ging verloren