Berichte aus dem kontakt

Glukosemessung mit dem Smartphone - Blutzucker messen mal anders

Im April lud die Diabetes Interessengemeinschaft Dingolfing zum monatlichen Treffen ins Gasthaus „Postbräu“ ein. Viele Diabetiker, die das neue Messsystem noch nicht kannten und einige mit eigenen Erfahrungen, nutzten den Abend, um sich mit der Referentin Ulrike Hahn, Abbott Diabetescare, auszutauschen.

Als Begleitung war ihr Kollege und Sachgebietsnachfolger Peter Müller mit dabei. Mitgebracht hat die Referentin Ulrike Hahn auch Neues, denn die LibreLink App ermöglicht in Verbindung mit der LibreLinkUp App zusätzlich das Teilen von Glukosewerten und -trends mit Familie, Freunden und Therapeuten. Immer und überall.


So einfach, rasch und schmerzfrei war die Ermittlung der Glukosewerte noch nie, begann Ulrike Hahn die Vorstellung des BZ-Messsystems und erklärte die Funktion und Handhabung des Sensors, sowie die Einstellung des Lesegerätes. Der FreeStyle Libre®-Sensor wird auf der Rückseite des Oberarms mithilfe eines einfachen Applikators angelegt. Beim Anbringen des Sensors schiebt sich eine feine, biegsame, sterile Spitze dicht unter die Haut. Der Sensor wird mit der an ihm angebrachten Klebefolie fixiert. Der kleine Sensor misst und speichert Glukose-Messwerte permanent und automatisch, Tag und Nacht. Zum „Testen“ des Blutzucker(BZ)-Glukosespiegels halten Sie einfach das Lesegerät an den Sensor und sekundenschnell hat man das Ergebnis. Das Scannen funktioniert auch durch dicke Winterkleidung.


„Der FreeStyle Libre®-Sensor ist wasserdicht und kann beim Baden, Duschen, Schwimmen und beim Sport getragen werden. Bei jedem Scan erhalten Sie den aktuellen Glukosewert, einen Trendpfeil, der angibt, in welche Richtung sich Ihr Glukosewert aktuell bewegt und die Glukosedaten der letzten acht Stunden“, betonte Ulrike Hahn. Das ist besonders am Morgen zum nächtlichen BZ-Verlauf wichtig. Das FreeStyle Libre® ist auch für Kinder ab vier Jahren zugelassen. Kinder müssen so nicht ständig geweckt werden, um den BZ zu ermitteln.


Erfahrungen von Anwendern


Die Erfahrung derer, die das Gerät bereits nutzen, zeigen eine Glättung der Blutzucker-Spitzen und eine Verbesserung der HbA1C-Werte. Der Sensor hat eine Tragedauer von 14 Tagen, dann muss ein neuer Sensor angelegt werden. Das Lesegerät hat zusätzlich einen Schlitz zur Aufnahme von Blutzucker-Messstreifen, um bei Unsicherheiten und kommenden Unterzuckerungen den momentanen BZ-Wert aus einem Bluttropfen ermitteln zu können. Das gibt einem zusätzliche Sicherheit, so Ulrike Hahn. Eine sehr positive Meldung ist, dass die Kosten des FreeStyle Libre® nun von vielen Krankenkassen unter bestimmten Voraussetzungen übernommen werden. (Aktuelle Informationen finden Mitglieder im internen Mitgliederbereich dieser Homepage unter "Interne Downloads - Informationsmaterial")



Freestyle LIbre® und Smartphone


Ulrike Hahn informierte auch über Neues aus dem Hause ABBOTT. Die Glukosewerte, so Ulrike Hahn, können jetzt jederzeit und überall bequem durch einen Scan mit dem Smartphone abgerufen und angezeigt werden. Die LibreLink App nutzt hierfür die NFC-Funktion des Android Smartphones, um mit dem FreeStyle Libre®-Sensor zu kommunizieren. Auch die Berichte und Protokolle können direkt am Smartphone betrachtet, sowie schnell und einfach versendet werden. Die LibreLink App ist ein CE-zertifiziertes Medizinprodukt und kann das FreeStyle Libre® Lesegerät ergänzen oder ersetzen. LibreLink ermöglicht in Verbindung mit der LibreLinkUp App das Teilen von Glukosewerten und -trends mit Familie, Freunden und Therapeuten. Immer und überall. So können Familie, Freunde und Therapeuten jetzt jeden LibreLink® Scan auf ihrem Android-Smartphone automatisch empfangen und auf diese Weise Glukosewerte und -trends beobachten, sowie Messwerte Tag und Nacht mitverfolgen. Das erlaubt eine noch einfachere Unterstützung beim Diabetesmanagement. Im Anschluss an den Vortrag wurde noch lange über die Vorzüge und Vorteile einer derartigen Glukosemessung gesprochen. (Josef Rehmeier)

veröffentlicht am 08. August 2017

Josef Rehmeier (li.) bedankt sich bei Ulrike Hahn und Peter Müller