Diabetes-Lotsen jetzt auch in Bayern!
Vom 6.11. - 6.12.2009 absolvierten Marion Köstlmeier und Elke Popp in 3 Wochenendseminaren in der Deutschen Diabetiker Akademie in Kassel die Ausbildung zum Diabetes-Lotsen DDB.
Somit hat nun Bayern, wie viele andere Bundesländer, Diabetes-Lotsen. Sie „lotsen“, wie der Name sagt, Patienten und Angehörige zu spezialisierten ambulanten und klinischen Einrichtungen, Podologen usw., helfen aber auch, den Diabetes zu akzeptieren und motivieren Betroffene zum aktiven Umgang mit der Erkrankung. Dieses Zusatzangebot ersetzt aber niemals Diabetesberatung oder ärztliche Betreuung.
Die bayrischen Lotsen haben zusammen mit 17 weiteren Teilnehmern aus anderen Landesverbänden in 3 Seminarblöcken von sehr guten Referenten viel gelernt. Themen waren u.a. Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung, DMPs, ambulante und stationäre Behandlungs- und Schulungseinrichtungen, Fachrichtungen der diabetologischen Betreuung, integrative Betreuung von Diabetikern aus podologischer Sicht, Förderung der Eigeninitiative zur Selbststeuerung des Diabetes, Krankheitsbewältigung und Motivation zur Übernahme ehrenamtlicher Arbeit, aber auch das Drumherum wie Öffentlichkeitsarbeit in Theorie und Praxis, Grundlagen der Gesprächsführung inklusive Telefontraining und Zeitmanagement. Großer und sehr wichtiger Block waren sozialrechtliche Themen wie Schwerbehindertenrecht, allgemeines Gleichstellungsgesetz und natürlich alle rechtlichen Dinge, die es in der Arbeit als Diabetes-Lotse zu beachten gilt.
Sie erreichen uns bayrische Diabetes-Lotsen in der Landesgeschäftsstelle in Nürnberg (Elke Popp) und der Telefonberatung München (Marion Köstlmeier, Tel.: 089/22 73 41). So werden wöchentlich viele Stunden garantierte Erreichbarkeit für Sie sichergestellt. Auch unsere Vorbildung hilft, Beratungsqualität zu sichern: Elke Popp ist Diätassistentin, Marion Köstlmeier Krankenschwester. Wir sind persönlich oder als Familienangehörige betroffen und verfügen hieraus über langjährige Erfahrung. Auch sind wir in verschiedenen Bereichen ehrenamtlich im Diabetikerbund Bayern aktiv in Selbsthilfegruppen, an Infoständen, bei Messen usw. Unsere Kollegin Birgit Lämmermann (Landesgeschäftsstelle) ist Sozialreferentin DDB. Beide Ausbildungsgänge erfordern eine jährliche Weiterbildung, damit alle auf dem neuesten Wissensstand bleiben.
Unsere persönlichen Erfahrungen in der Ausbildung: Einige Lehrinhalte waren uns schon sehr vertraut, da wir für unsere Mitglieder z.B. die aktuellen Ärzte- und Klinikadressen zusammen tragen, Listen aktualisieren und in vielen Themen rund um Diabetes durch verschiedenste Infokanäle auf dem Laufenden sind. Trotzdem war die Ausbildung für uns interessant und informativ. Wir haben gesehen, dass wir mit unserer Arbeit auch bisher schon richtig lagen und gute Arbeit für Sie geleistet haben. Für die Praxis ist es immer wieder hilfreich, Themen neu von anderen Referenten zu hören, da z.B. Öffentlichkeitsarbeit, Zeitmanagement oder Gesprächsführung zwar identische Grundregeln haben, aber verschiedene Schwerpunkte von unterschiedlichen Referenten gesetzt werden - so nimmt man jedes Mal wieder Neues mit. Wirklich interessant und neu war der rechtliche Teil, der für Nicht-Juristen wohl immer nie so wirklich ganz zu verstehen ist. Aber hier haben wir jetzt, Dank der großartigen Initiative unseres Bundesvorsitzenden Dieter Möhler, das Rechtsberatungsnetz, an das wir Dinge, die wir nicht lösen können, weiter geben. (mk)

